| Krankheitstypen |
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Typ |
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Beschreibung |
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Symptome |
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Komplement-System |
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Behandlung |
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HAE-I |
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Ca. 85% der Fälle von HAE durch
C1-Esterase-Inhibitor (C1-Inaktivator, C1-INH). Der C1-INH wird
nicht ausreichend gebildet durch einen Defekt des Chromosomen 11.
Meist mit familiärer Vorgeschichte, aber auch Neumutationen
(bei etwa 20%)! |
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Schwellungen an Extremitäten, Bauch, Hals und
anderen Organen. Schwellungen im Halsbereich sind
äußerst kritisch! Schwellungen im Bauch verursachen
Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Die Symptome
können in frühster Kindheit beginnen. Oft treten sie
erstmalig in der Pubertät auf. Häufigkeit und Schwere der
Attacken steigern sich meist in/nach der Pubertät.
Auslöser: spontan, physische Traumen oder Stress. |
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Der C1-INH ist deutlich erniedrigt. Ebenso der C4 Wert.
Der C1q Wert liegt im Normalbereicht. Hierbei spielt es keine
Rolle, ob HAE ererbt oder eine spontane Neumutation
vorliegt. |
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Für die Akutbehandlung (insbesondere bei Hals- oder
Bauchödemen!) gibt es das C1-Inhibitor-Konzentrat (Berinert P)
sowie Icatibant, ein Bradykinin-B2-Rezeptor-Antagonist (Firazyr).
Androgene (z. B. Danazol) können zur Prophylaxe eingesetzt
werden, sind aber häufig mit starken Nebenwirkungen
verbunden. |
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HAE-II |
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Ca. 15% der Fälle von HAE durch C1-INH-Mangel.
Vergleichbar mit Typ I, aber hier ist die Funktion des C1-INH
gestört. |
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Wie HAE I |
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Der C1-INH-Wert kann normal oder sogar erhöht sein,
ist aber in der Funktion gestört. C1 und C1q sind
normalwertig, der C4-Wert ist aber meist deutlich
erniedrigt. |
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Wie HAE I |
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HAE-III |
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Normaler C1-INH im Blutplasma |
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ähnlich wie HAE I u. II |
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C1-INH normal |
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- |
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AAE-I |
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AAE ist noch seltener als HAE. AAE tritt
hier als Begleiterkrankung zu einer anderen Erkrankung auf, die
unbedingt abgeklärt werden muss. Da diese Erkrankung nicht
ererbt ist, fehlt eine familiäre Vorgeschichte.
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Wie HAE |
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Niedrige C1 Inaktivator- und C4 Werte. C1q kann, muss
aber nicht erniedrigt sein. |
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Wie HAE
Die Haupterkrankung muss unbedingt behandelt werden. Nach
Ausheilung dieser Erkrankung können AAE-I-Symptome wieder
verschwinden. |
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AAE-II |
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Auto-Immun-Reaktion. Antikörper zerstören die
Funktion des C1 Inaktivators. |
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Wie HAE I |
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Wie AAE-I |
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Prophylaxe-Mittel können helfen.
Möglicherweise hilft auch eine Behandlung zur
Unterdrückung des Immunsystems. |
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Idiopathisches Angioödem |
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Schwellungen und/oder Urtikaria (juckende
Quaddelbildung) können bis zu 6 Wochen bestehen. Eine
mögliche Schilddrüsenerkrankung sollte abgeklärt
werden. |
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Schwellungen können überall auftreten, auch
mit Urtikaria. |
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Normal |
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Antihistaminika. Bei Störung der Schilddrüse
entsprechende Medikation. |
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Allergische Form |
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Die häufigste Form des Angioödems Schwellungen
und Urtikaria sind allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel,
Stiche, Arzneimittel etc. Die Reaktion tritt ein, wenn der
Körper Histamine produziert. |
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Schwellungen treten am häufigsten in Gesicht und
Halsbereich auf. Wenn die Symptome über einen längeren
Zeitraum hinweg anhalten, sollte ein Idiopathisches Angioödem
ausgeschlossen werden. |
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Normal |
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Die auslösenden Allergene meiden! Antiallergika, in
schweren Fällen Cortison. |
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durch ACE-Hemmer und Angiotensine |
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Verursacht durch Blutdruck senkende
Medikamente, da deren Inhaltsstoffe bewirken, dass sich die
Attacken vermehren.
1. ACE – Hemmer der Wirkstoff endet immer auf PRIL“
(z.B. Ramipril, Captropril, Enalapril etc.)
2. Angiotensin II Rezeptor-Antagonisten der Wirkstoff endet immer
auf SARTANn
(z.B. Losartan, Valsartan ect.)
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Schwellungen treten vor allem im Gesichts- und
Halsbereich auf (häufig auch Zunge, Lippen). |
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Normal |
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Medikamente durch Arzt gegen unbedenkliche
Blutdrucksenker austauschen. Bei lebensbedrohlichen Zuständen
kann eine einmalige Gabe von C1 Inhibitor Konzentrat helfen.
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