Bei der Therapie des hereditären
Angioödems wird unterschieden zwischen der Langzeit und der
Kurzzeitprophylaxe sowie der Behandlung akuter Attacken.
Angesichts des geringen Bekanntheitsgrads
von HAE und der mitunter dramatischen Folgen der
Schleimhautschwellungen im Kehlkopfbereich wird HAE-Patienten
empfohlen, sich sehr intensiv mit ihrem Krankheitsbild und den
Therapiemöglichkeiten auseinander zu setzen.
Auch sollten Betroffene immer und
überall einen mehrsprachigen Ausweis mit Notfalltelefon-Nummer
mit sich tragen. Für Arzt und Patient ist es wichtig und
mitunter Überlebens entscheidend, zu wissen, dass eine akute
HAE-Attacke nicht auf die Standardtherapie für
Angioödeme, die in der Gabe von Adrenalin, Antihistaminika und
Corticoiden besteht, anspricht.